Streckenführung

Auf dem Burgenweg an den Rand des Oberpfälzer Waldes

Burgruine Weißenstein im SteinwaldDer Goldsteig beginnt/endet in Marktredwitz. Wandert man Richtung Passau, geht die Tour zunächst durch den Steinwald, vorbei an der romantischen Burgruine Weißenstein, dem „Land der Tausend Teiche“ bei Tirschenreuth und durch das wunderschöne Waldnaabtal. Bei Windischeschenbach sollte man den „Zoigl“, ein untergärig gebrautes Bier, das es nur in dieser Region gibt, probieren und bei der Kontinentalen Tiefenbohrung in das mit 9.101 m tiefste Loch der Erde schauen.

In Neustadt an der Waldnaab lohnt sich ein Besuch des Stadt-/Glasmuseums direkt am Weg. Auf dem Weg zurNeunburg vorm Wald Goldgräberstadt Oberviechtach kommt man an der Burg Leuchtenberg vorbei. Wenn Festspielzeit ist, darf man sich die Burgfestspiele nicht entgehen lassen. Festspiele werden in der Sommerzeit aber auch in Oberviechtach oder der Hussitenstadt Neunburg vorm Wald aufgeführt. Spätestens hier muss man sich auch für eine der beiden Wegevarianten durch den Bayerischen Wald entscheiden.

Die ersten Etappen auf dem Burgenweg


Die Nordvariante: Thanstein – Passau

Steinerne Wand bei Rötz im Oberen Bayerischen WaldZwischen Thanstein und Rötz liegt die Steinerne Wand und der Schwarzwihrberg mit seiner Schwarzenburg. Rötz, Waldmünchen, Furth im Wald, das bayerisch-böhmische Grenzland ist erreicht. Hier ist das „Grüne Dach Europas“, die größte zusammenhängende Waldlandschaft Europas zwischen Atlantik und Ural. In vielen Freilicht-Festspielen bringen die Schauspieler ihre gemeinsame grenzüberschreitende Geschichte nahe. Schöne Städtchen, Kultur und grüne Natur wechseln sich wohltuend ab. Jetzt geht es hinauf auf die Tausender – Hohenbogen, Kai-tersberg, Arber, Falkenstein, Rachel, Lusen und Dreisessel. Einige der schönsten Geotope Bayerns, wie das Blockmeer am Lusen oder die Wildbachklamm der Buchberger Leite liegen an der Strecke.

Unbestritten: Ein Herzstück auf der Goldsteigtour ist das Kerngebiet des Nationalparks Bayerischer Wald. Noch einmal verändert sich das Bild der Natur im Dreiländereck. In der Heimat von Adalbert Stifter öffnet sich die Landschaft und bestimmt der weite Blick über das Donautal und das Mühlviertel das Panorama. Passau ist über Breitenberg, Sonnen und die Granitstadt Hauzenberg bald erreicht.


Die Südvariante des Goldsteigs

Wer sich für die Südvariante des Goldsteigs entscheidet, begibt sich in einen bunten Wechsel von schattigen Waldwegen und frischen Wiesenwegen. Immer mit dabei sind grandiose Fernsichten, stimmungsvolle Sonnenuntergänge, ein weiter Blick in den Gäuboden. An klaren Tagen erhebt sich die Alpenkette vom Dachstein bis zur Zugspitze am Horizont. Der Weg geht durch die sogenannte „Hölle“ und den Felsenpark bei Falkenstein, auf und ab über Stallwang, Konzell bis Sankt Englmar. In den sonnigen nach Norden hin aufsteigenden Hängen und Mischwäldern des Vorwaldes stellt sich der Wanderfrühling sehr bald ein. Ob Narzissen, Maiglöckchen oder Apfelblüte, wer auf der Rusel, dem Hausberg Deggendorfs in den Lallinger Winkel blickt, sieht die Sonnenseite des Bayerischen Waldes. Diese Region liegt klimatisch so günstig, dass die Vegetation üppiger, fruchtbarer und schon früher dran ist, als anderswo. Der Goldsteig führt durch den Sonnenwald zu den Berghängen des Brotjacklriegels und dann hinein in das Ilztal, entlang der „Schwarzen Perle“ Ilz bis Passau.

weiter auf der Südroute des Goldsteigs


Goldsteigübersichtskarte

Weitere Infos unter www.goldsteig-wandern.de